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Die Pandemie und die Folgen

Sechs Fakten, die Mut machen

Sechs Fakten, die Mut machen

Corona hat negative Schlagzeilen in großer Zahl geliefert. Auch du siehst mit Sorge in die Zukunft? Dann wollen wir dich mit einigen Fakten konfrontieren, die hoffen lassen. Die aktuelle Situation bietet mehr Chancen, als man meinen möchte.

 

1. Arbeitslosigkeit

Die Zahl der offiziell registrierten Arbeitslosen in Deutschland ging von Juni auf Juli 2021 um 24.000 auf 2,59 Millionen zurück. Die Arbeitslosenquote sank damit auf 5,6 Prozent. Es ist der erste Rückgang der Arbeitslosigkeit in einem Juli seit dem Jahr 2006! Diese Entwicklung interpretieren Experten als erfreuliche Überraschung. Die Wirtschaft hat sich also schneller erholt als vermutet, Unternehmen suchen nach Arbeitskräften und Auszubildenden. Eine Chance vielleicht auch für dich!

 

2. Einstieg in die Ausbildung

Der 1. September ist normalerweise das klassische Datum für den Beginn der dualen Ausbildung. Doch Corona hat auch hier einiges durcheinandergewirbelt. Solltest du noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sein, ist der Einstieg noch bis zum 31. Dezember möglich.

 

3. Zusätzliche Initiativen

Da Berufsausbildungsmessen teilweise der Pandemie zum Opfer fallen, soll auf andere Weise über Berufe und Chancen informiert werden. Im Herbst werden auf Bundes-, Landes- und regionaler Ebene unter dem Motto „Ausbildung starten“ Themenaktionstage angeboten. Scheue dich nicht, bei deiner lokalen Industrie- und Handelskammer (IHK) nachzufragen, ob in deiner Region etwas geplant ist. Hilfreich kann auch die Lehrstellenbörse der IHK sein, wo du viele Last-Minute-Angebote findest. Schau mal vorbei: ihk-lehrstellenboerse.de

 

4. Ausbildungsqualität

Du fragst dich, ob die Ausbildungsqualität durch Corona nicht leidet? Hier kann Entwarnung gegeben werden. Die Betriebe denken vorausschauend und bemühen sich um ihre Fachkräfte der Zukunft, zum Beispiel um dich. Die zukünftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen natürlich top ausgebildet sein, das ist im eigenen Interesse der Unternehmen. Umfragen haben übrigens ergeben, dass im Schnitt 70 Prozent der Azubis nach wie vor von ihren Betrieben übernommen werden – das ist dasselbe Level wie vor Corona.

 

5. Demografie

Über einen starken Partner an deiner Seite bist du dir vielleicht noch gar nicht im Klaren: die Demografie. Damit ist die Entwicklung der Bevölkerungszahlen gemeint, und auch die spielt dir in die Karten. Angesichts geburtenschwacher Jahrgänge gibt es nämlich auch zu Corona-Zeiten weit mehr Lehrstellen als Bewerber! Selbst namhafte Unternehmen müssen sich mächtig ins Zeug legen, um Nachwuchs zu finden. Allerdings sollte dich diese Situation nicht zur Nachlässigkeit veranlassen. Deine soft skills wie Motivation, Freundlichkeit gegenüber Kunden und Zuverlässigkeit sind absolut gefragt. Im Zweifelsfall wird ein Unternehmen einen Ausbildungsplatz eher mal unbesetzt lassen, als ihn mit einem ungeeigneten Kandidaten zu besetzen.

 

6. Boomende Berufe 

Es gibt sie eindeutig: die boomenden Berufe aufgrund der Pandemie. Stark nachgefragt sind Jobs in der IT-Branche und in der Logistik. Zu beachten sind auch der Gesundheitssektor, der Handel und der kaufmännische Bereich. Und wenn wir noch einen Tipp geben dürfen: Im ersten Pandemiejahr wurden über eine Million Fahrräder mehr verkauft als im Jahr davor, das war eine Steigerung um 35 Prozent. Die Nachfrage überstieg zeitweise das Angebot. Zweiradmechaniker bzw. Zweiradmechatroniker werden zukünftig richtig viel zu tun haben. Eine Alternative auch für dich?

 

Geh die Krise aktiv an, dann hast du alle Chancen auf deiner Seite! Die lokalen Arbeitsagenturen, IHKVertretungen, Handwerkskammern, Gewerkschaften etc. sind immer auf dem neuesten Stand und können dich auch auf interessante Veranstaltungen aufmerksam machen.